Workshops/Technik

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  Team des Filmclubs Westerwald 2

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Sonne, Mond und Sterne.......

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Gestirne erfolgreich fotografieren, welchen Fotografen hat der Wunsch, einmal ein spektakuläres Foto der Gestirne zu schießen, wohl noch nicht umgetrieben? In der vollzählig anwesenden Fotogruppe unseres Filmclubs beschäftigte sich daher  Christoph Kopper am Donnerstag, den 8.8.13 in einem äußerst interessanten Workshop mit diesem Thema und den dabei auftauchenden Problemen.

Bevor es an die „Arbeit“ geht, sollte sich jeder Fotograf eine Lokalität fernab von Großstädten, Flughäfen oder sonstigen, leuchtenden „Störenfrieden“ suchen. In seiner bekannt lockeren und sympathischen Art beschäftigte sich Christoph zunächst mit der erforderlichen Ausrüstung. Grundvoraussetzung sind eine Kamera, ausgestattet mit einem guten Weitwinkelobjektiv ( z.B. TOKINA 12-24/4,0) mit der Möglichkeit zur Langzeitbelichtung (im manuellen Betrieb bei "BULB") sowie ein stabiles Stativ, ein Fernauslöser, eine Taschenlampe und eventuell ein Winkelsucher.

Das Wichtigste, um ein brauchbares Foto zu erhalten, sind natürlich die Kameraeinstellungen. So sollte mit einer offenen Blende – etwa 4,0 oder 4,5 beim o.g. Objektiv – gearbeitet werden. Die ISO-Einstellungen hängen von der jeweiligen Kamera ab, sollten sich aber um die 800 bewegen. Besitzt die Kamera einen Live-Modus, so sollte dieser verwendet werden, da der Fokus so besser manuell  einzustellen ist. Problematisch wird es bei der Belichtung, denn hier kommt nun Mathematik ins Spiel. Aber keine Angst, der Wert ist einfach zu berechnen, wenn man den Cropfaktor seiner Kamera kennt (= Größenvergleich zwischen Kleinbildformat und Sensorgröße einer Digitalkamera. Er liegt je nach Kamera bei 1,5 bzw. 1,6). Bei einer Brennweite von z.B. 12mm und einem Cropfaktor von z.B. 1,6 berechnet sich die Belichtungszeit wie folgt:

BZ = 600 (feststehender Faktor) geteilt durch 12 (Brennweite) x 1,6 (Cropfaktor) = 31,25 sec

also 30 Sekunden. Bei einer Brennweite von 24mm ergibt sich so eine Belichtungszeit von 600 : (24x1,6) = 15,625 sec also 16 Sekunden. Verstanden? Natürlich entfällt bei Vollformatkameras die Multiplikation mit dem Cropfaktor, da diese Kameras keinen haben! Man dividiert also den feststehenden Faktor 600 durch die Brennweite. (600 : 24 = 25 sec)

Bei der Mondfotografie verwendet man ein möglichst lichtstarkes, sehr starkes Teleobjektiv sowie einen Telekonverter, um den Himmelskörper noch genügend groß darzustellen. Die Schwierigkeit von Mondaufnahmen liegt in seiner Eigenbewegung. Auch wenn diese nur relativ langsam ist, wirkt sie sich bei einer starken Teleeinstellung und einer langen Belichtungszeit merklich aus! Es ist also sinnvoll, mehrere unterschiedliche Einstellungen auszuprobieren. So z.B. Blende 8 oder 11 bei ISO 100 und 1/125 sec Belichtung.

Bei allen Gestirns- oder Feuerwerksfotografien dürfte eine Nachbearbeitung mit einem Bildbearbeitungsprogramm erforderlich sein.

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Fotos: Christoph  Kopper

Fotos in Potoshop CS für das Internet verkleinern.

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Viel Spaß!

Schritt Nr. 1
Bild – Bildgröße – den oberen Wert auf 1500 Pixel einstellen  und mit o.k bestätigt!

Schritt Nr.2
Filter – Scharfzeichnungsfilter – Unscharf maskieren – je nach Foto Stärke 30 – 50%
-Radius  0,5 -0,8 Pixel.

Schritt Nr. 3
Für Web und Geräte speichern.
JPEG – Wert auf ca. 100kb

Aktionen

Photoshop-Funktion, mit der sich häufige Arbeitsschritte automatisieren lassen. Aktionen sind mitgeschnittene und gespeicherte Befehlsfolgen, die sich immer wieder abspielen und so auf andere Bilder anwenden lassen.

Aufzeichnen einer Aktion

Wenn Sie eine neue Aktion erstellen, werden die von Ihnen verwendeten Befehle und Werkzeuge so lange in der Aktion aufgezeichnet, bis Sie die Aufzeichnung anhalten.

  • Öffnen Sie eine Datei.
  • Klicken Sie im Aktionenbedienfeld auf die Schaltfläche „Neue Aktion erstellen“  oder wählen Sie im Menü des Aktionenbedienfelds den Befehl „Neue Aktion“.
  • Geben Sie einen Namen für die Aktion ein, wählen Sie ein Aktionsset aus und legen Sie zusätzliche Optionen fest.
  • Klicken Sie auf „Aufzeichnung beginnen“ . Die Schaltfläche „Aufzeichnung beginnen“ im Aktionenbedienfeld ist nun rot .
  • Führen Sie die Vorgänge und Befehle aus, die aufgezeichnet werden sollen.
  • Nicht alle Aufgaben in Aktionen lassen sich direkt aufzeichnen; Sie können nicht aufzeichnungsfähige Aufgaben jedoch mit Befehlen im Menü des Aktionenbedienfelds einfügen.
  • Wenn Sie die Aufzeichnung beenden möchten, klicken Sie entweder auf die Schaltfläche „Ausführen/Aufzeichnung beenden“ oder wählen Sie im Menü des Aktionenbedienfelds die Option „Aufzeichnung beenden“.

Porträt Retusche

Frequenztrennung

  • Bild öffnen.
  • Bild 2 x duplizieren, die obere Ebene umbenennen in: "Details", die untere in "Farbe"
  • "Details" zunächst ausblenden, "Farbe" markieren.
  • Danach geht man auf Filter->Weichzeichnungsfilter->Gauß`scher Weichzeichner. Im geöffnetem Fenster den Pixel-Radius so einstellen, dass das Bild verschwimmt, aber die Farben noch gut zu sehen sind. (Bei guter Bildqualität mehr Pixel, bei schlechter weniger.) Den Wert merken, da er später wieder benötigt wird!
  • Nun die Ebene "Details" markieren, und auf Bild-Korrekturen-> Helligkeit/Kontrast gehen.
  • Im Fenster Helligkeit/Kontrast muss der Haken für "Früheren Wert verwenden" aktiviert sein, danach wird der Kontrast auf minus 50 gestellt und mit ok bestätigt.
  • Jetzt wählt man Filter->Sonstige Filter->Hochpass und gibt genau den gleichen Wert ein, der beim Gauß`schen Weichzeichner gewählt wurde. Danach die Füllmethode auf "Lineares Licht" schalten .
  • Die beiden Ebenen "Details" und "Farbe" ergeben zusammen ein Bild, als wenn an dem Foto nichts verändert wurde. Nun markiert man beide Ebenen und zieht sie auf das Gruppensymbol, oder wählt die Tastenkombination Strg+G. Die Gruppe wird anschließend auf "Frequenztrennung" umbenannt.
  • Diese Gruppe öffnen und dann über die Ebenen, damit Unreinheiten besser zu sehen sind, eine Korrektur-Maske legen. Dann den Kanalmixer öffnen. Hier ist es wichtig "Monochrom" zu aktivieren. Den Regler "Rot" ins Minus schieben, und Blau ins Plus. Es ist ratsam, mit den Reglern ein wenig zu spielen, um Unreinheiten besser sichtbar zu machen.
  • Wenn diese Vorarbeiten getan sind, beginnt die eigentliche Retusche.
  • Dafür markiert man die Ebene "Details", wählt das Werkzeug: "Reparatur-Pinsel" und malt mit einem ganz weichen Pinsel mit passender Größe über alle störenden Bildteile.
  • Wenn die Haut glänzt, kann man dies leicht beseitigen, indem man eine neue, leere Ebene zwischen "Details" und "Farbe" erstellt. Nun nimmt man einen Pinsel mit einer ganz weichen Kante sowie einer geringen Deckkraft. Die Farbe wird direkt neben den glänzenden Stellen aufgenommen und dann über diese gemalt.
  • Damit man nicht beim jedem Foto die gleichen Arbeitsabläufe ausführen muss, kann man alle Arbeitsgänge als Aktion erstellen. (Wie das funktioniert, siehe Workshop <Aktionen>.)

Foto-Tipps & -Tricks

 

Der zweite Clubabend im Jahr 2016 stand ganz im Zeichen zweier Workshops zur Erzeugung von schwarz-weiß-Fotos und zum Simulieren von Sonnenstrahlen in geeigneten Fotos.

Man war sich grundsätzlich einig, dass es nicht sinnvoll sei, direkt mit der Kamera s/w-Fotos zu schießen: Dadurch gehen neben anderen die wichtigen Farbinformationen vollständig verloren und somit auch wichtige Kontrastinformationen. Fotografiert man allerdings "zweigleisig", also in jpeg und RAW, so hat man auf jeden Fall später immer noch alle relevanten Fotodaten zur Verfügung! Man kann geeignete, kontrastreiche Fotos in der Nachbearbeitung mit Photoshop zu s/w-Bildern umwandeln. Selbstverständlich gibt es aber auch noch andere Programme, unter denen sich die Club-Fotografen an diesem Abend die echte Alternative <Silver projects Premium> der Firma Franzis ausgesucht hatten. Zunächst einmal fällt das doch sehr einfache Handling auf. Nach dem Einladen des Fotos erscheint dieses direkt in einer möglichen, unbearbeiteten s/w-Umformung auf dem Bildschirm. Nun gibt es viele unterschiedliche Filter, die mit wenigen Mausklicks auf die Motive anzuwenden sind und die die unterschiedlichsten Bildveränderungen sowie echt interessante Stimmungen erzeugen. Hervorzuheben ist die Möglichkeit, mit Hilfe von Spezialfiltern die verschiedensten Fotofilm- Emulationen (von Adox über Agfa, Ilford, Kodak bis Rollei) zu kreieren, was den Bildern noch einen besonderen Effekt  verleiht.

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Wie oft hat man bei herrlichem Sonnenschein schöne Landschafts- oder z.B. in Kirchenräumen beeindruckende Innenaufnahmen gemacht. Und trotzdem fehlt den Fotos das gewisse Etwas. Das kann z. B. durch eine Simulation von Sonnenstrahlen erzeugt werden. Beim Workshop im Filmclub wurden zwei aus sicherlich diversen Möglichkeiten vorgestellt.

Version 1:

  • Foto in Photoshop laden
  • Hintergrundebene duplizieren
  • Korrektur Farbton/Sättigung: Sättigung auf <0> stellen
  • Korrektur Helligkeit/Kontrast: Kontrast auf <100> stellen
  • Vorgang 4. drei mal wiederholen!!!
  • Filter ---> Weichzeichnungs-Filter ----> Radialer Weichzeichner
  • Stärke: 100, Methode: strahlenförmig, Qualität: gut (sehr gut)
  • danach den Mittelpunkt mit der Maus in etwa auf die Stelle verschieben, an der sich im Foto die Sonne befindet! ---> OK  
  • Ebene auf <negativ multiplizieren> stellen
  • eventuell mit dem Radiergummi die Strahlen bearbeiten
  • eventuell mit Fotofiltern den Gesamteindruck des Bildes - je nach Geschmack- verbessern. 

Version 2:

  • Foto in Photoshop laden
  • Hintergrundebene duplizieren
  • Tonwertkorrektur: mittleren Regler ganz nach rechts schieben
  • Kopie der Hintergrundebene auswählen
  • Filter ---> Weichzeichnungs-Filter ---> Radialer Weichzeichner
  • Stärke: 100, Methode: strahlenförmig, Qualität: gut (sehr gut)
  • danach den Mittelpunkt mit der Maus in etwa auf die Stelle verschieben, an der sich im Foto die Sonne befindet!
  • Filter ---> Gaußscher Weichzeichner   (damit die Strahlen nicht so hart wirken) ---> auf Stärke 5 Pixel stellen. OK
  • Fülloption der obersten Ebene auf <negativ multiplizieren> stellen
  • Tonwertkorrektur 1 anklicken: mittleren Schieberegler (der ganz nach rechts gezogen worden war) je nach Wunsch zurück in Richtung Mitte ziehen!

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Sterne fotografieren  -  Fotos schärfen

Die Referenten Theo Geilmann und Niko Neufeld hatten sich für den Clubabend am 20. Februar 2017 vorgenommen, die Clubmitglieder in ein praktisches Thema der Fotografie sowie in ein ganz wichtiges Thema der Bildbearbeitung einzuführen: Die Sternenfotografie und das Schärfen von Fotos mit Photoshop.

Die Schönheiten des Himmels wie Sonnenuntergänge, Mondaufnahmen, Wolkenformationen oder Sternenbilder haben sicher schon jeden Fotografen animiert, diese einmal in einem Foto festzuhalten.

Welche Ausrüstung ist aber für gelungene Fotos notwendig? Für Aufnahmen bei Tage reicht sicher ein Handy, eine kleine Kompaktkamera oder besser noch eine Bridgekamera. Erste Wahl ist allerdings ist eine Spiegelreflexkamera mit APSC (22,5x15,0)- oder Vollformat (36,0x24,0)-Sensor. Zwingend vorgeschrieben ist ein stabiles, möglichst mit einem Kugelkopf bestücktes Stativ. Die Bildqualität sollte auf RAW eingestellt sein! Zur Auslösung empfiehlt sich ein Fernauslöser. Die Kamera wird auf den manuellen Modus (M) eingestellt und es wird dann mit möglichst großer Blende (1,2 bis 2,8) bei ausgeschaltetem automatischem Fokus und Bildstabilisator (manueller Fokus minimal weniger als unendlich) fotografiert. Das Objektiv sollte ein möglichst lichtstarkes Weitwinkelobjektiv mit einer Brennweite zwischen 12 und 24mm sein. Im Gegensatz zur Himmelsfotografie am Tage verwendet man bei der Sternenfotografie einen möglichst hohen ISO-Wert (bis 2000). Das bleibt allerdings dem jeweiligen Empfinden überlassen, ab welcher ISO-Zahl die Bilder zu rauschen beginnen! Die Belichtungszeit spielt noch eine wichtige Rolle. Sie sollte irgendwo zwischen 2 und 30 Sekunden liegen. Es ist aber darauf zu achten, dass bei zu langer Belichtungszeit, durch das Wandern der Sterne, Streifen entstehen können (was aber auch einer persönlichen Bildgestaltung dienen könnte).

Um eine gelungene Bildkomposition zu erreichen, sollte man auch auf einen geeigneten Vordergrund achten.

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Foto: Theo Geilmann

 

Fotos schärfen mit Photoshop

Sicher hat jeder Fotograf schon mehrmals erlebt, dass ein aufgenommenes Motiv auf dem Display der Kamera gut aussieht, später jedoch bei der Bildbearbeitung zeigt sich, dass das Foto nicht so scharf wurde, wie gewünscht. Manchmal hilft da ein Schärfen, das auf verschiedenen Wegen vorgenommen werden kann. Wohl die bekannteste und meistgebrauchte Möglichkeit Bilder in Photoshop zu schärfen ist das "Unscharf markieren" im RGB-Modus:

Die Hintergrundebene des geöffneten Fotos wird dupliziert. Danach stellt man die Zoomstufe des Fotos auf 100% und öffnet unter Filter -> Scharfzeichnungsfilter -> den Filter "Unscharf maskieren". In dem sich nun öffnenden Dialogfenster kann man die Stärke (= um wie viel % sich der Kontrast zwischen zwei benachbarten Pixeln erhöht), den Radius (= in welchem Radius die umgebenden Pixel scharfgezeichnet werden sollen) und den Schwellenwert (= wie hoch der Kontrast zwischen zwei benachbarten Pixeln sein muss, je niedriger, desto schärfer werden die Pixelpaare) einstellen. Die Einstellung des Radius ist abhängig von der Bildauflösung, d.h. je geringer die Auflösung, desto empfindlicher reagiert das Bild auf eine Änderung des Radius! Mit diesen drei Reglern gilt es vorsichtig zu spielen. Diese Bearbeitung bestätigt man mit OK und öffnet danach unter <Bearbeiten> den Button <Verblassen: Unscharf maskieren> (Umschalt+Strg+F). Hier wird im Ebenenmodus "Luminanz" eingestellt und dann der Deckkraftregler (je nach Geschmack) etwas gesenkt. Diese Methode des Bildschärfen klappt eigentlich immer. Ausnahmen können Fotos mit hoher Farbsättigung oder mit feiner Farbabstufung machen, hier können eventuell Farbstörungen auftreten.

Eine weitere, beliebte und leicht zu praktizierende Methode des Bildschärfens in Photoshop erfolgt mit dem Hochpass-Filter. Die Hintergrundebene wird wieder dupliziert und zwar zweimal: Die untere Kopie wird "Weiches Licht" genannt, der Ebenenmodus wird entsprechend auf "Weiches Licht" gestellt! Die obere Ebene erhält die Bezeichnung "Hartes Licht" mit dem entsprechenden Ebenenmodus. Mit gedrückter Umschalttaste werden diese beiden Ebenen nun markiert und mit <Strg+G> gruppiert. Anschließend wird für die Ebene <Weiches Licht> der Hochpass-Filter aufgerufen (Filter->Sonstige Filter->Hochpass). Hier gibt man für den Radius einen vom jeweiligen Bild abhängigen Wert (ca.20-40) ein. Auch für die Ebene "Hartes Licht" wird dann der Hochpass-Filter angewandt, allerdings mit bedeutend niedrigeren Radiuswerten (ca.2-5). Überprüfen und eventuell korrigieren kann man das Ergebnis leicht durch Deaktivieren des Augensymbols. Damit ist auch diese Methode beendet.

Unser herzlicher Dank gilt den beiden Referenten Theo Geilmann sowie Nikolai Neufeld, die sich viel Arbeit mit der Vorbereitung der Workshops gemacht hatten und die ihre Themen leicht verständlich und nachvollziehbar den Zuhörern darbrachten. (den Clubmitgliedern wurde von Niko Neufeld ein Manuskript zum Thema <Schärfen> überlassen)

In der an diesem Abend noch verbleibenden Zeit wurde das DSLRKIT 360° Swivel Panoramic Indexing Rotator+ 2 Way Rail Slider+ L Bracket Kit von der Firma DSLRKIT vorgestellt. Es ist vergleichbar mit dem Gerät <Rollei Panoramakopf> der Firma Rollei, kostet aber nur ein Drittel (ca.€ 62,-)! Dabei handelt es sich um ein leicht zu handelndes Gerät für die Panorama- und Makrofotografie. Es besteht aus einem 360° Panoramakopf und zwei mit Skalen versehenen Gleitschienen und Drehführungen. Eine der Schienen ist eine sog. L-Schiene, um die Kamera auch in der Senkrechten bedienen zu können.

Niko serveimage

Foto-Filter und Co.

Fotofilter

Unter diesem interessanten und vielversprechenden Titel referierte wieder einmal unser Clubmitglied Christoph Kopper beim gut besuchten Clubabend am 06. November 2017.

Wer erinnert sich nicht noch an die vielen Effekt-Filter, die wir früher in der Videofilmerei aber auch in der Fotografie verwendet hatten. Da wir uns inzwischen im digitalen Zeitalter befinden, in der unsere Kameras bzw. Bildbearbeitungsprogramme diese Effekte auf Wunsch selbständig ins Foto "zaubern", sind diese Filter nahezu völlig "aus der Mode" gekommen. UV-Filter, auch zum "Schutz für die hochwertige Optik" angeboten, werden vielerorts verwendet. Auf Grund der hohen Qualität der verwendeten Glassorten bei den Objektiven ist ihr Nutzen aber umstritten. Aber sie schaden eigentlich nur in geschlossenen Räumen oder bei Nachtaufnahmen, da sie unnötig Licht schlucken. Wer nun sein teures Objektiv wirklich schützen möchte, geht entweder sorgsam damit um, verwendet stets die Streulichtblende oder greift zu einem Filtersatz aus Glas, sog. Clearfiltern, die ausschließlich dem Objektivschutz dienen. Ebenfalls verwendete Skylight-Filter verändern durch ihre eigene, leichte Färbung die Farbnoten des Fotos, was nicht immer erwünscht, in bestimmten Situationen (Porträts im Freien, mittags bei hochstehender Sonne, Schnee usw.) aber ein bildverbessernder Effekt ist.

Ein Muss bei den Filtern ist der Polfilter, der in keiner Kameratasche fehlen darf, denn mit ihm kann man nichtmetallische Reflexe vermindern und nebenbei noch die Farbwirkungen intensivieren! Unbedingt beachten sollte man allerdings seine Nebenwirkung: er schluckt Licht und verlängert so die Belichtungszeit! Bei diesem Filtertyp gibt es leider erhebliche Qualitätsunterschiede, so dass man sich vor einem Kauf unbedingt in Internetforen über die verschiedenen angebotenen Filter informieren oder im Fachhandel beraten lassen sollte. Billig ist hier selten gut!

Beinahe wichtiger als der Polfilter ist ein Neutraldichtefilter oder auch Graufilter genannt. Er wirkt wie eine Art Sonnenbrille für das Objektiv, da er die auf den Sensor treffende Lichtmenge reduziert und somit die Belichtungszeit verlängert. Dadurch bieten sich selbst bei hellem Tageslicht kreative Bildgestaltungsmöglichkeiten, wie z.B. fließendes Wasser, im Straßenverkehr usw. Graufilter gibt es in verschiedenen Stärken (Verdichtungen), Standardtypen sind ND2, 4 oder 8, allerdings gibt es auch 64- oder sogar 1000fach Verdichtungen! Diese Zahlen geben den Verlängerungsfaktor der Belichtungszeit an. Die Auswahl der richtigen Graufilter- Verdichtungsstärke ist immer vom Motiv sowie den Lichtverhältnissen abhängig. Es versteht sich von selbst, dass man bei Verwendung eines Graufilters, also bei Langzeitbelichtungen, die Kamera auf einem Stativ befestigt und einen Fern- oder Kabelauslöser verwendet!

Nicht unerwähnt bleiben darf der Grauverlaufsfilter oder auch GND-Filter genannt. Dabei handelt es sich um Graufilter, die auf einer Seite grau und zur anderen Seite hin immer transparenter werden und in einen Halter vor dem Kameraobjektiv eingesteckt werden. Sie werden in unterschiedlichem Verlauf angeboten (weich-hart). Diesen Filtertyp setzt man gerne in der Landschaftsfotografie ein. Man vermeidet damit eine Überbelichtung des Himmels bei korrekter Belichtung des Vordergrunds. Anders als bei den früheren Effektfiltern lässt sich dieser Effekt kaum mit Bildbearbeitungsprogrammen erzielen! Um Grauverlaufsfilter verwenden zu können, benötigt man Filterhalter mit 1, 2 oder 3 Einschüben. Diese Halter werden - ebenso wie die entsprechenden Filter - von den verschiedensten Herstellern, in den unterschiedlichsten Qualitäten und natürlich auch Preisen angeboten. Daher ist auch hier dringend zu empfehlen, sich vor dem Kauf genauestens zu informieren!

 

 

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